Die Gothic-Kultur ist eine vielseitige Subkultur, die ab Anfang der 1980er Jahre stufenweise aus dem Punk- und New-Wave-Umfeld hervor ging und sich aus mehreren Splitterkulturen zusammensetzt. Sie existierte in den 1980er und 1990er Jahren im Rahmen der Dark-Wave-Bewegung und bildete bis zur Jahrtausendwende den Knotenpunkt der so genannten Schwarzen Szene.
Das Basiselement, das die Entwicklung der Gothic-Bewegung ermöglichte, war das Zusammenwirken von Musik (Gothic Rock), Faszination an abseitigen Themen wie Tod und Vergänglichkeit (hierraus erklärt sich das Interesse an den Gothic Novels und an der Schwarzen Romantik), die im Zuge der Neuen Deutschen Todeskunst ihren Höhepunkt fand, sowie einer daraus resultierenden Selbstinszenierung.
Die Anhänger der Gothic-Kultur werden länderübergreifend als Goths bezeichnet, obgleich diese Bezeichnung innerhalb der Szene eher selten Anwendung findet bzw. bei vielen Szene-Anhängern gar auf Ablehnung stößt und häufig hinterfragt wird. Gründe hierfür finden sich insbesondere in der Wahrung der eigenen Individualität.
Inhaltsverzeichnis
1 Namensherkunft
2 Die Szene
2.1 Religion
2.2 Politik
2.3 Bevorzugte Musikformen
2.4 Tanzstile
2.5 Erscheinungsbilder
2.6 Wohnraumgestaltung
2.7 Szenemedien
2.8 Verhältnis zu anderen Subkulturen
3 Begegnungsräume
3.1 Events
3.2 Friedhöfe
3.3 Festivals
4 Einfluss auf die Kunst
5 Darstellung der Gothic-Szene in den Medien
6 Geschichte
6.1 Vorläufer und vergleichbare Bewegungen
6.1.1 Schwarze Romantik
6.1.2 Punk
6.1.3 New Romantic
6.2 Entwicklung der Gothic-Szene
6.2.1 Ursprung
6.2.2 Weiterentwicklung
6.2.3 Versuch der Kommerzialisierung
7 Gruftis in der DDR
7.1 Gruftis im öffentlichen Leben
7.2 Musik und Mode
7.3 Veranstaltungen
7.4 Abschwung und Auftrieb
8 Quellen